[DE] FNAF X: Ablenkung im Lager Ep. 12.1.9
Elara presste den winzigen Datenchip fest in ihrer zitternden Hand. Der Lagerraum war wieder in beängstigende Stille getaucht, nur unterbrochen von Bonnies wütendem Knurren hinter der verriegelten Tür. Sie hatte den „Schlüssel“ in Händen, aber ohne das passende „Schloss“ war er nutzlos. Sie brauchte ein Gerät, um ihn zu lesen.
Ihre Augen huschten durch den dunklen, chaotischen Raum. Alte, verrostete Regale, umgestürzte Kisten, zerbrochene Teile von Animatronics. Irgendwo hier musste es etwas geben. Irgendetwas, das zu dieser Technologie passte. Die Pizzeria war voller Geheimnisse, und vielleicht hielt dieser Raum eines davon bereit.
Das Geräusch von Bonnie, das gegen die Tür schlug, wurde wieder lauter, ein wütendes RAMMEN. Er gab nicht auf. Elara spürte, wie der Boden unter ihr vibrierte. Sie hatte nicht viel Zeit.
Sie zwang sich auf die Beine, ignorierte den Schmerz in ihrem Knöchel und begann, sich vorsichtig durch den Schutt zu bewegen. Ihre Hände tasteten sich blind vorwärts, auf der Suche nach einem Computer, einem alten Tablet, einem Diagnosegerät – irgendetwas, das einen Steckplatz für diesen winzigen Chip hatte.
Plötzlich stieß ihr Fuß gegen etwas Hartes und Kaltes. Sie bückte sich, ihre Finger tasteten über Metall. Es war ein Endoskelett-Kopf. Starr, leer. Der Kopf eines Animatronics, der nicht mehr mit einem Plüschkostüm bedeckt war. Er lag halb unter einem Stapel alter Plakate.
Elara zog ihn vorsichtig hervor. Staub rieselte herab. Die Augenhöhlen waren leer, aber dahinter war ein komplexes Wirrwarr aus Drähten und winzigen Platinen. Und dann sah sie es. Seitlich am Kopf, halb verborgen von einem kaputten Kabel, befand sich ein kleiner, rechteckiger Schlitz. Es war genau die Größe des Chips.
[Image of Elara finding a hidden endoskeleton head with a data port in a dark, cluttered storage room, with Bonnie's glowing red eyes visible through a partially broken door in the background]
War das ein Lesegerät? Ein Diagnoseport? Oder eine Falle? Das Herz klopfte ihr bis zum Hals. Es war eine verzweifelte Option. Dieser Kopf war offensichtlich ein Teil eines Animatronics. Ihn zu aktivieren, auch nur um den Chip zu lesen, könnte lebensgefährlich sein.
Sie hörte Bonnies wütendes Brüllen. Er rammte sich erneut gegen die Tür, diesmal mit solcher Wucht, dass die Tür quietschte und sich ein Stück weit verbog. Die Barrikade hielt nicht mehr lange.
Elara hatte die Wahl. Den Chip in den unheimlichen Endoskelett-Kopf stecken, der vielleicht erwachen würde. Oder versuchen, sich eine neue Fluchtroute zu suchen, während Bonnie hereinbrach.
Die Stille im Raum war erfüllt von der drängenden Frage, was sie tun sollte.
Elara warf einen kurzen Blick auf den Endoskelett-Kopf und dann auf die Tür, die unter Bonnies Angriffen immer mehr nachgab. Den Kopf zu aktivieren, war zu riskant. Sie brauchte Zeit, um über ihre Optionen nachzudenken, und Bonnie gab ihr diese Zeit nicht.
Sie sah sich panisch im Raum um, ihre Augen suchten nach allem, was Lärm machen oder Bonnie ablenken könnte. Ihr Blick fiel auf eine lose gestapelte Reihe von alten, leeren Pizzakartons. Sie waren leicht und würden keinen Schaden anrichten, aber sie würden Lärm machen. Viel Lärm.
Das RAMMEN von Bonnie gegen die Tür wurde lauter. Die Tür ächzte, und Elara spürte, wie der Boden unter ihr vibrierte. Er würde jeden Moment durchbrechen.
Mit einem verzweifelten Schrei, der sich mit Bonnies Wut vermischte, stürmte Elara auf die Pizzakartons zu. Sie packte den oberen Stapel und riss ihn mit voller Kraft herunter. Die leeren Kartons fielen mit einem lauten RASSELN und RUMPELN auf den Boden, prallten gegen die Regale und verteilten sich im gesamten Lagerraum. Der Lärm war ohrenbetäubend.
Bonnie stoppte abrupt. Das Rammen an der Tür verstummte. Elara hörte ein verwirrtes, mechanisches KNURREN. Seine glühenden roten Augen, die durch den Spalt der Tür sichtbar waren, schienen zu flackern, als würde er versuchen, die plötzliche Lärmquelle zu verorten.
Elara presste sich an die Wand, ihre Augen fixierten die Tür. Die Stille, die auf das Chaos folgte, war fast noch unheimlicher. Bonnie war verwirrt. Sie hatte ihm einen Moment gestohlen.
Doch wie lange würde diese Ablenkung anhalten? Und was würde sie in dieser kurzen Zeit tun?
Elara hat Bonnie durch das Umwerfen der Pizzakartons abgelenkt und etwas Zeit gewonnen.

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