[DE] FNAF X: Begegnung im Dunkeln Ep. 3
Ein leises Kichern erklang. Nicht von der Kassette. Nicht aus dem Lüftungsschacht. Es kam direkt aus dem Raum, der jetzt vor ihr lag. Ein Kichern, das nach Metall und Verzweiflung klang.
Freddy.
Sie war nicht allein. Und er war nicht mehr auf der Bühne. Er war hier.
Elara erstarrte. Ihr Blick war auf den offenen Spalt der Bürotür geheftet. Die Dunkelheit dahinter schien sich zu verdichten, wurde zu einer formlosen Masse, die sich langsam ausbreitete. Ihr Herz schlug so schnell, dass es ihr wehtat. Der Sauerstoff schien aus dem Raum zu entweichen, jeder Atemzug war eine Anstrengung.
Aus dem schwarzen Spalt löste sich langsam eine Gestalt. Die Umrisse waren unverkennbar. Groß, massiv, mit runden Ohren und einem Zylinderhut. Freddy Fazbear. Seine Augen glühten in einem gespenstischen Weiß, durchzogen von roten Adern, die wie Blitze durch die Dunkelheit zuckten. Er bewegte sich nicht mit dem starren Gang einer Maschine, sondern mit einer unheimlichen Flüssigkeit, fast wie ein Lauerjäger, der seine Beute umkreist.
Das Kichern wiederholte sich, näher dieses Mal, ein trockenes, rasselndes Geräusch, das nicht aus seiner mechanischen Kehle zu kommen schien, sondern aus der Luft um ihn herum. Es war das Lachen, das sie von der Kassette kannte, das Lachen, das den Tod ihres Vorgängers besiegelt hatte.
Freddy trat einen Schritt vor. Ein leises Schleifen von Metall auf dem staubigen Boden. Elara sah die abgenutzten Stellen seines braunen Pelzes, die Flecken, die im schwachen Licht fast wie altes, eingetrocknetes Blut aussahen. Ein einzelner, verrosteter Knopf hing lose an seiner Weste. Jedes Detail, das einst harmlos wirkte, war nun eine groteske Verzerrung.
Sie wollte schreien, wollte rennen, aber ihr Körper gehorchte nicht. Ihre Füße waren wie angewurzelt, ihre Kehle wie zugeschnürt. Eine seltsame Lähmung legte sich über sie, eine Mischung aus blankem Terror und der unbegreiflichen Erkenntnis, dass das, was sie sah, nicht real sein konnte und doch war.
Freddy hob langsam einen Arm. Seine Hand, die einst Mikrofon hielt, war nun eine drohende Klaue, die sich langsam öffnete und schloss. Das Quietschen der Servomotoren war das lauteste Geräusch in der Welt.
„Du…“, krächzte Elara, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Sie wusste nicht, was sie sagen wollte. Wer er war. Was er wollte.
Freddy neigte seinen Kopf, seine leuchtenden Augen fixierten sie. Ein weiterer, schnellerer Schritt. Das Schleifen wurde lauter. Er war nur noch wenige Meter von der Bürotür entfernt.
Die Luft wurde kalt. Eiskalt. Ein Geruch nach Moder und altem Metall, vermischt mit einem Hauch von… Pizza. Sie versuchte, die Panik zu unterdrücken, die in ihr hochstieg. Dies war kein Albtraum. Dies war real.
Ihre Hand krampfte sich um den Tisch. Ein Stuhl fiel um, und das Geräusch hallte laut in der Stille wider. Freddy blieb stehen. Seine leuchtenden Augen bohrten sich in sie. Dann hob er den anderen Arm.
Er wollte sie nicht einfach nur erschrecken. Er wollte sie… erreichen.
Ein Funke sprang über. Elara sah den roten Not-Aus-Knopf unter dem Schreibtisch. Der, den Mr. Harrison ihr nur im Vorbeigehen gezeigt hatte. Eine letzte, verzweifelte Chance.
Sie musste ihre Beine bewegen. Jetzt.
Ich hoffe, diese beängstigende Begegnung gefällt dir! Die Spannung steigt, während Elara Freddy gegenübersteht.

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