[DE] FNAF X: Das Phantom abwehren Ep. 12.1.10
Elara hielt den winzigen Chip in ihrer Hand, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. Sie wusste, dass sie kostbare Zeit hatte, aber sie konnte sie nicht einfach mit Rumsitzen verschwenden. Der Chip war wichtig. Er war ein Schlüssel. Sie musste ihn untersuchen.
Sie kniete auf dem staubigen Boden, ihre Augen fixiert auf das kleine, silberne Rechteck. Sie drehte es in ihren Fingern, versuchte, irgendeine Inschrift, ein Symbol zu erkennen, das ihr einen Hinweis geben könnte. Der Raum war dunkel, nur vom schwachen Schein des sich langsam entfernenden roten Lichts erfüllt, und Elaras Augen waren noch an die Dunkelheit gewöhnt.
Das wütende Knurren von Bonnie hinter der Tür war die einzige Konstante, die sie daran erinnerte, dass die Gefahr nicht gebannt war. Elara spürte, wie eine eisige Kälte ihren Nacken hochkroch, nicht die Kälte des Raumes, sondern eine Vorahnung. Sie konzentrierte sich auf den Chip, ihre Gedanken rasten, wie sie ihn entschlüsseln konnte.
Plötzlich hörte sie ein Geräusch. Kein Schleifen. Kein Knurren. Es war ein leises, aber unverkennbares SCHABEN und FLÜSTERN, das aus den Schatten zu ihrer Rechten kam. Es war nicht von Bonnie. Es war nicht von der Marionette. Es war anders.
Elara fror ein. Ihr Blick schnellte zu der Quelle des Geräuschs. Die Schatten schienen sich zu verdichten, eine unsichtbare Präsenz, die sich langsam aus der Dunkelheit löste. Das Flüstern wurde deutlicher, eine Kakophonie von Stimmen, die sich überlappten, unklar und bedrohlich.
Die Luft wurde noch kälter, und der Geruch von Verwesung und altem Metall wurde durch eine neue, scharfe Note ergänzt – Fäulnis, wie von etwas, das nicht lebte und doch nicht tot war. Elara spürte, wie ihr Atem stockte. Ihre Haare sträubten sich.
Aus den Schatten löste sich eine Gestalt. Eine unförmige, amorphe Masse, die sich langsam zu konturieren begann. Sie bestand nicht aus Metall oder Plüsch, sondern aus Schatten selbst. Schwarzer als die Dunkelheit, mit winzigen, glühenden Augen, die wie glühende Kohlen in ihrem Inneren tanzten.
Es war eine Schattenfigur. Ein Phantom. Und es schwebte lautlos auf Elara zu, seine Form veränderte sich ständig, wie Rauch, der sich zu einer tödlichen Faust verdichtete.
Das Flüstern verstärkte sich, eine unerträgliche Kakophonie des Schreckens, die Elaras Verstand zu sprengen drohte. Sie hatte versucht, den Chip zu untersuchen. Und nun war sie einer neuen, noch mysteriöseren Bedrohung begegnet, die direkt aus der Dunkelheit selbst zu kommen schien.
Elara wich panisch zurück, ihr Körper krampfte sich zusammen. Dieses Phantom. Es war nicht physisch. Sie konnte es nicht schlagen oder stoßen. Und doch war seine Präsenz erdrückend, eine Welle des Terrors, die durch ihre Seele zu dringen schien.
Das Flüstern verstärkte sich, wurde zu einem unerträglichen Gemurmel, das Elaras Namen immer wiederholte. Sie spürte, wie ihr Verstand am Rande des Wahnsinns balancierte. Fliehen. Sie musste fliehen.
Sie zwang ihre tauben Glieder, sich zu bewegen, und stolperte rückwärts, weg von der sich nähernden Schattenfigur. Das Geräusch von Bonnie, der gegen die Tür schlug, schien in diesem Moment weit entfernt, eine untergeordnete Sorge im Vergleich zu der psychischen Folter, die dieses Phantom auf sie ausübte.
Das Phantom Foxy schwebte mühelos durch die Hindernisse des Lagerraums, seine amorphe Form glitt über Kisten und Schrott. Seine glühenden Augen fixierten Elara, und sie spürte, wie eine eisige Kälte durch ihren Körper strömte, als wäre sie von einem Geist berührt worden.
„Du… gehörst… uns…“, flüsterte es, die Stimmen in ihrem Kopf wurden lauter, schärfer. „…ewig… hier… gefangen…“
Elara stieß einen panischen Schrei aus, der in der Dunkelheit verhallte. Sie stolperte über eine umgestürzte Metalltonne, ihr Körper krachte unsanft auf den Boden. Das Phantom war nun direkt über ihr, seine schattenhafte Form verdunkelte die bereits dichte Schwärze.
Sie schloss die Augen, presste die Hände über die Ohren, um die Stimmen zum Schweigen zu bringen. Doch sie waren in ihrem Kopf. Das Phantom war eine psychologische Waffe, die ihre schlimmsten Ängste und ihre Verzweiflung nutzte.
Ein lautes KRACHEN! Die Tür zum Lagerraum gab nach. Bonnies massiver Körper stürmte herein, seine roten Augen leuchteten im Raum.
Elara war gefangen. Zwischen einem mechanischen Killer und einem übernatürlichen Schrecken, der ihren Verstand angriff. Sie hatte keine Waffe, kein Licht, keine Hoffnung.
Elara ist zwischen Bonnie und Phantom Foxy gefangen und leidet unter psychischer Folter.
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