[DE] FNAF X: Der Chip im Endoskelett Ep. 12.1.7
Elara presste den winzigen Datenchip fest in ihrer zitternden Hand. Der Lagerraum war wieder in beängstigende Stille getaucht, nur unterbrochen von Bonnies wütendem Knurren hinter der verriegelten Tür. Sie hatte den „Schlüssel“ in Händen, aber ohne das passende „Schloss“ war er nutzlos. Sie brauchte ein Gerät, um ihn zu lesen.
Ihre Augen huschten durch den dunklen, chaotischen Raum. Alte, verrostete Regale, umgestürzte Kisten, zerbrochene Teile von Animatronics. Irgendwo hier musste es etwas geben. Irgendetwas, das zu dieser Technologie passte. Die Pizzeria war voller Geheimnisse, und vielleicht hielt dieser Raum eines davon bereit.
Das Geräusch von Bonnie, das gegen die Tür schlug, wurde wieder lauter, ein wütendes RAMMEN. Er gab nicht auf. Elara spürte, wie der Boden unter ihr vibrierte. Sie hatte nicht viel Zeit.
Sie zwang sich auf die Beine, ignorierte den Schmerz in ihrem Knöchel und begann, sich vorsichtig durch den Schutt zu bewegen. Ihre Hände tasteten sich blind vorwärts, auf der Suche nach einem Computer, einem alten Tablet, einem Diagnosegerät – irgendetwas, das einen Steckplatz für diesen winzigen Chip hatte.
Plötzlich stieß ihr Fuß gegen etwas Hartes und Kaltes. Sie bückte sich, ihre Finger tasteten über Metall. Es war ein Endoskelett-Kopf. Starr, leer. Der Kopf eines Animatronics, der nicht mehr mit einem Plüschkostüm bedeckt war. Er lag halb unter einem Stapel alter Plakate.
Elara zog ihn vorsichtig hervor. Staub rieselte herab. Die Augenhöhlen waren leer, aber dahinter war ein komplexes Wirrwarr aus Drähten und winzigen Platinen. Und dann sah sie es. Seitlich am Kopf, halb verborgen von einem kaputten Kabel, befand sich ein kleiner, rechteckiger Schlitz. Es war genau die Größe des Chips.
War das ein Lesegerät? Ein Diagnoseport? Oder eine Falle? Das Herz klopfte ihr bis zum Hals. Es war eine verzweifelte Option. Dieser Kopf war offensichtlich ein Teil eines Animatronics. Ihn zu aktivieren, auch nur um den Chip zu lesen, könnte lebensgefährlich sein.
Sie hörte Bonnies wütendes Brüllen. Er rammte sich erneut gegen die Tür, diesmal mit solcher Wucht, dass die Tür quietschte und sich ein Stück weit verbog. Die Barrikade hielt nicht mehr lange.
Elara hatte die Wahl. Den Chip in den unheimlichen Endoskelett-Kopf stecken, der vielleicht erwachen würde. Oder versuchen, sich eine neue Fluchtroute zu suchen, während Bonnie hereinbrach.
Die Stille im Raum war erfüllt von der drängenden Frage, was sie tun sollte.
Elara hatte keine Zeit mehr. Das Rumpeln von Bonnie hinter der Tür wurde lauter, das Metall ächzte bedrohlich. Sie presste den winzigen Datenchip fester in ihrer Hand und sah den Endoskelett-Kopf an. Es war ein Risiko, ein enormes Risiko. Aber es war ihre einzige Chance, die Informationen des Chips zu entschlüsseln, die ihr Balloon Boy gegeben hatte.
Mit zitternden Fingern führte Elara den Chip in den kleinen, rechteckigen Schlitz an der Seite des Endoskelett-Kopfes ein. Ein leises KLICKEN war zu hören, als er einrastete. Für einen Moment geschah nichts. Der Kopf blieb starr, seine leeren Augenhöhlen blickten ins Nichts.
Dann, mit einem plötzlichen, elektrischen ZISCHEN, erwachten die Augen des Endoskelett-Kopfes zum Leben. Zwei winzige, rote Punkte leuchteten auf, pulsierend und unheilvoll. Ein leises BRUMMEN begann aus dem Inneren des Kopfes zu kommen, wie ein tiefes, schlafendes Biest, das erwachte.
Elara zuckte zusammen und ließ den Kopf fast fallen. War das eine Falle? Würde dieser Endoskelett-Kopf sie angreifen? Sie spürte, wie die Kälte von ihm ausging, eine Kälte, die nicht von der Umgebung stammte.
Doch der Kopf bewegte sich nicht. Das Brummen verstärkte sich, und ein leises, mechanisches FLÜSTERN begann aus seinem Inneren zu kommen. Es war nicht die Stimme der Marionette oder Bonnies Knurren. Es war eine kalte, synthetische Stimme, fast wie ein alter Computer.
_DATEN… VERARBEITUNG… GELADEN…_
Auf der Stirn des Endoskelett-Kopfes begannen winzige, kaum sichtbare Lichter zu tanzen, die wie ein verschlüsselter Code aussahen. Elara beugte sich näher, ignorierte die aufsteigende Übelkeit. Sie musste sehen, was auf diesem Chip war.
_PROTOKOLL: KINDER… VERLOREN…_
_STANDORT: UNTERGESCHOSS… VERGESSEN…_
_SCHLÜSSEL: SOUND… FREIHEIT…_
„Sound?“, murmelte Elara, ihr Herz hämmerte. Was bedeutete das? Sound als Schlüssel zur Freiheit? Konnte Musik oder Lärm diese Animatronics beeinflussen?
Plötzlich verstummte das Brummen. Die roten Lichter in den Augen des Endoskelett-Kopfes erloschen abrupt. Ein metallisches KNIRSCHEN ertönte, als der Kopf sich leicht bewegte, als hätte er seine letzte Energie für diese kurze Botschaft verbraucht.
In diesem Moment brach Bonnie vollständig durch die Tür. Das Geräusch war ohrenbetäubend, als die Barrikade zusammenbrach und der zerfetzte Animatronic in den Raum stürmte. Seine glühenden roten Augen fixierten Elara, die immer noch den jetzt toten Endoskelett-Kopf mit dem Chip in ihren Händen hielt.
Sie hatte die Informationen. Aber sie hatte keine Zeit. Und Bonnie war da.
Elara hat kryptische Hinweise vom Chip erhalten, die auf "Sound" als Schlüssel zur Freiheit hindeuten, während Bonnie die Tür durchbrochen hat.

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