[DE] FNAF X: Der Weg zum Ausgang Ep 10.2
Elara hat Bonnie verletzt und konnte sich befreien, aber nun hört sie ein unheimliches Wimmern aus der Richtung des roten Lichts.
Elara zögerte. Das Wimmern klang nach einem Kind. Es war herzzerreißend, eine Sirene der Not in dieser verlassenen Hölle. Doch die Vernunft, der blanke Überlebensinstinkt, schrie in ihr. Das war Freddy Fazbear’s Pizza. Hier gab es keine Kinder. Nur Fallen. Das Wimmern war eine Täuschung, eine List, um sie tiefer in den Albtraum zu ziehen.
Ihr Knöchel brannte, und der Rücken pochte. Sie musste sich auf den roten Lichtschimmer konzentrieren. Das war der Weg nach draußen. Alles andere war eine Ablenkung, die sie das Leben kosten könnte.
Mit zusammengebissenen Zähnen begann Elara erneut zu kriechen, diesmal ignorierte sie das leise Wimmern, das aus der Dunkelheit drang. Es zerrte an ihren Nerven, versuchte, ihre Aufmerksamkeit zu erregen, aber sie zwang sich, es auszublenden. Der Betonboden war kalt und rau, kleine Splitter bohrten sich in ihre Handflächen und Knie.
Der rote Lichtschimmer wurde größer, klarer. Er kam von einem breiteren Gang, der aussah wie eine Art Fluchtweg oder Servicebereich. Die Hoffnung in ihr wuchs, ein winziger, aber verzweifelter Funken. Sie war fast da.
Das Wimmern wurde plötzlich lauter, ein schriller, verzerrter Schrei, der durch den Gang hallte, gefolgt von einem beängstigenden, metallischen Rasseln. Elaras Herz setzte einen Schlag aus. Das war nicht nur ein Geräusch, um sie zu locken. Das war…
Sie schob sich um die letzte Biegung. Der Gang öffnete sich zu einem größeren Raum. Und der rote Schimmer kam nicht von einem EXIT-Schild. Er kam von den Augen einer massiven, bekannten Gestalt, die in der Mitte des Raumes stand.
Es war Foxy. Er stand dort, nicht in seiner Piratenbucht, sondern direkt im Weg zum scheinbaren Ausgang. Sein rotes Fell war zerfetzt, seine metallischen Endoskelett-Gliedmaßen ragten an einigen Stellen hervor. Sein Haken war erhoben, bereit zum Angriff. Die goldene Zahnreihe seines Kiefers war leicht geöffnet, und aus seinem Inneren kam das metallische Rasseln und das schrille, verzerrte Wimmern, das sie gehört hatte. Es war nicht das Wimmern eines Kindes. Es war Foxys eigene, verzerrte Wiedergabe eines Schreis, um Beute anzulocken.
Seine Augen, einst glänzende Symbole eines Piraten, waren nun tiefschwarze Löcher, aus denen ein einziger, bedrohlicher roter Punkt strahlte. Er war aktiviert. Und er sah sie.
Elara erstarrte. Sie war in eine Falle getappt. Die Flucht hatte sie direkt in die Arme einer weiteren mordlustigen Animatronic geführt. Der vermeintliche Ausgang war eine Täuschung gewesen, eine morbide Einladung.
Foxy machte einen Schritt vorwärts. Das Rascheln seines Körpers hallte in der Stille wider. Er bewegte sich mit einer unheimlichen Geschwindigkeit.
Elara sah sich panisch um. Keine andere Tür. Keine weiteren Schächte. Nur der Weg zurück, in die Dunkelheit, wo Bonnie lauern konnte. Und der Weg nach vorne, direkt in Foxys Klauen.
Die Nacht war noch sehr, sehr lang.
Elara hat versucht, das Wimmern zu ignorieren und wurde direkt in Foxys Falle gelockt.

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