[DE] FNAF X: Eine unerwartete Konfrontation Ep 10.3
Die Entscheidung fiel in einem Bruchteil einer Sekunde. Das Wimmern war unerträglich, aber die unmittelbare Gefahr, die Bonnie darstellte, war noch nicht gebannt. Und die Marionette sprach von „den Anderen“, die kommen würden. Elara wusste, dass sie nicht einfach kopflos fliehen konnte. Sie musste sich dieser neuen Realität stellen, einen Moment finden, um ihre Optionen abzuwägen.
Sie ignorierte das Wimmern und das schleifende Geräusch von Bonnie, die beide aus dem Schacht kamen. Stattdessen presste sie sich so flach wie möglich gegen die feuchte Betonwand des Raumes, in dem sie gelandet war. Ihre Augen suchten verzweifelt nach einem Versteck, etwas, das ihr Schutz bieten könnte. Ihr Körper schmerzte, ihr Atem ging schwer.
Der Raum war stockfinster, abgesehen von dem fernen roten Schimmer des möglichen Ausgangs. Elara tastete mit ihren Händen den Boden und die Wände ab, auf der Suche nach einer Vertiefung, einer Nische, einem Schrank – irgendetwas. Der Geruch war hier besonders stark, eine Mischung aus Feuchtigkeit, Verwesung und dem süßlichen Aroma alter Pizza.
Plötzlich spürte ihre Hand etwas Kaltes und Weiches. Ein Stück Stoff. Groß. Sie folgte dem Material, und ihre Finger stießen auf eine vertraute Textur: Plüsch. Dann Metall. Es war ein Arm.
Elara erstarrte. Was war das? Sie war auf etwas gestoßen. Etwas, das nicht wie die kalten Wände oder Rohre war.
Sie tastete weiter. Ein riesiger, runder Körper. Stoff. Fell. Und dann, ganz deutlich, eine große, aber zerfetzte Fliege.
Freddy.
Er saß da. Regungslos. Doch er war nicht wie der Freddy, den sie im Büro deaktiviert hatte. Dieser Freddy war abgenutzt, zerfetzt, und seine Augen waren leer, ohne jeden glühenden Schimmer. Er saß anscheinend in einer zusammengebrochenen Ecke des Raumes, halb unter Schutt begraben, als wäre er dort abgestellt und vergessen worden.
Ein Hauch von Erleichterung durchfuhr Elara. Dieser Freddy war ausgeschaltet. Ein weiterer deaktivierter Animatronic, der ihr nichts tun konnte. Doch als sie ihre Hand von ihm wegzog, spürte sie etwas Seltsames. Eine schwache Vibration, die von seinem Körper ausging. Und ein fast unhörbares, tieferes BRUMMEN, das nicht von der Gebäudeelektrik stammte. Es war subtiler, fast ein Resonanzkörper in der Dunkelheit.
Die Vibration wurde stärker, rhythmischer. Und aus der Dunkelheit, die Freddy umgab, lösten sich schemenhafte Umrisse. Nicht die scharfen Kanten von Endoskeletten, sondern sanfter, fast formlos. Sie waren zu viele.
Das Flüstern der Marionette hallte in ihrem Kopf nach: „…die Anderen… sie kommen… für dich…“
Doch es war nicht die Marionette, die sprach. Es war die Stille, die um Freddy herum herrschte, die nun zu leben schien. Aus den Schatten um den deaktivierten Freddy formten sich undeutliche, unheimliche Gestalten. Sie waren nicht aus Metall. Sie waren aus… Dunkelheit. Und sie bewegten sich langsam, unaufhaltsam auf Elara zu.
Sie waren die Geister der verlorenen Kinder.
Elara hatte keine Zeit mehr. Das war nicht die Konfrontation, auf die sie sich vorbereitet hatte. Das war etwas viel Schlimmeres. Etwas Unfassbares.
Elara ist auf eine deaktivierte Version von Freddy gestoßen, aber diese Entdeckung führt sie zu einem noch schrecklicheren Schrecken: den Geistern der verlorenen Kinder.

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