[DE] FNAF X: Elara erreicht den Not-Aus-Knopf Ep. 4
Die Beine waren bleiern, jeder Muskel schmerzte, doch ein plötzlicher Adrenalinstoß durchzuckte Elaras Körper. Mit einem gequälten Keuchen warf sie sich zur Seite, weg von Freddy, der nun einen weiteren, bedrohlichen Schritt machte. Sein riesiger, dunkler Schatten fiel über den Schreibtisch, als er die Türschwelle des Büros überschritt.
Ihr Blick war fest auf den roten Knopf unter dem Schreibtisch geheftet. Er schien ihr zuzuzwinkern, ein kleiner Hoffnungsschimmer in diesem klaustrophobischen Albtraum. Elara stieß sich vom Boden ab, ihre Finger krallten sich in den staubigen Teppich. Sie robbte, kroch, zerrte sich vorwärts, während das metallische Schleifen von Freddys Füßen immer näherkam.
Ein tiefer, gutturaler Grunzton entwich Freddys Kehle, als er sich bückte. Seine leuchtenden Augen, die zuvor auf Elara gerichtet waren, fixierten nun den Boden, als würde er sie wie ein Spielzeug suchen. Sie spürte seinen fauligen Atem, eine Mischung aus verrottendem Metall und süßlichem Verwesungsgeruch, der ihr die Luft nahm.
Ihre Fingerspitzen streiften das kalte Metallbein des Schreibtisches. Der Knopf. Er war so nah. Nur noch ein paar Zentimeter. Sie spürte, wie die Panik in ihr hochstieg, die Angst, dass sie es nicht schaffen würde. Sie hörte das leise Knirschen der Servos, als Freddy seinen Arm ausstreckte, um nach ihr zu greifen. Nur noch wenige Millimeter.
Mit letzter Kraft streckte Elara ihren Arm aus. Ihre Finger zuckten. Ein kalter, harter Druck.
KLICK!
Ein lautes, tiefes BRUMMEN erfüllte den Raum. Die Lichter flackerten wild, wurden grell, dann dunkel, dann wieder hell. Ein ohrenbetäubendes Kreischen ertönte aus den Lautsprechern im gesamten Gebäude, ein verzerrtes, statisches Geräusch, das wie tausend zerrissene Nerven klang. Freddy erstarrte. Sein Arm, der nach Elara ausgestreckt war, fror in der Bewegung ein. Seine leuchtenden Augen erloschen abrupt, fielen in dunkle, leere Höhlen zurück. Das mechanische Kichern verstummte.
Die Stille, die darauf folgte, war nicht die bedrohliche, sondern eine absolute, beängstigende Stille. Nur das ferne Surren des Ventilators war noch zu hören.
Elara stieß einen scharfen Atemzug aus, ihr Körper war von Adrenalin durchtränkt. Sie hatte es geschafft. Er war ausgeschaltet.
Doch dann hörte sie es. Ein leises, schleifendes Geräusch aus dem Westflur. Und ein noch leiseres, fast unhörbares Kichern. Es war nicht Freddy.
Jemand war noch da. Oder etwas.

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