[DE]FNAF X: Flucht durch die Westhalle Ep. 5

Elara zwang sich auf die Füße. Ihr Körper schmerzte, aber die Aussicht, von dieser entstellten Kreatur erwischt zu werden, war schlimmer als jeder Schmerz. Sie musste in den Westflur. Es gab keinen anderen Ausweg aus dem Büro, und sie konnte nicht riskieren, dass Freddy wieder aktiviert wurde.

Sie umging den leblosen Körper von Freddy, ihre Augen starr auf den Gang gerichtet. Jeder Schritt, ein Kampf gegen die tauben Glieder und die Panik. Der Flur war dunkel, nur die schwachen Lichter der Überwachungskameras warfen lange, tanzende Schatten. Bonnie war immer noch da, eine dunkle Silhouette am Ende des Gangs, die sich zuckend auf sie zubewegte.

Der Geruch verstärkte sich, als sie in den Flur trat – eine Mischung aus Verwesung, Staub und einem undefinierbaren, metallischen Gestank, der von Bonnie ausging. Sie hörte das Klirren und Schleifen deutlicher, wie eine tickende Uhr, die das Ende ihrer Zeit ankündigte.

Elara waltete sich vorwärts, ein Fuß vor den anderen. Ihre Augen suchten verzweifelt nach einem Versteck, einem Ausweg. Die Partyräume links und rechts waren dunkel und verfallen, ihre Türen wie offene Mäuler, die bereit waren, sie zu verschlingen.

Bonnie war jetzt näher. Das Licht der Kamera erfasste kurz seine entstellte Kopfform. Seine roten Augen leuchteten heller, ein Zeichen der Jagdlust. Elara spürte, wie ihr Atem stockte. Er beschleunigte. Das Schleifen wurde zu einem hastigen Geräusch, das ihr in den Ohren dröhnte.

Sie musste rennen. Ohne zu zögern stürmte Elara los, blindlings in die Dunkelheit, weg von der Kreatur, die sie verfolgte. Sie hörte Bonnies Schritte hinter sich, ein ungleichmäßiges, hastiges Schleifen und Klirren, das immer näherkam.

Der Westflur schien endlos zu sein. Jeder Schatten war eine potenzielle Falle, jeder Vorsprung ein Versteck. Sie raste an leeren Tischen und Stühlen vorbei, ihre Schritte hallten in der unheimlichen Stille wider. Der Ausgang. Sie brauchte den Ausgang.

Ein lautes RUMPELN!

Elara stolperte, fiel auf die Knie. Ihr Blick schnellte zurück. Bonnie war nur noch wenige Meter hinter ihr. Seine fehlende Hand ragte wie ein zerbrochener Ast in die Luft, bereit, nach ihr zu greifen. Das geisterhafte Kichern war nun direkt hinter ihr, ein kalter Hauch auf ihrem Nacken.

Sie sah eine offene Tür. Ein Putzraum. Klein, dunkel. Ihre einzige Chance.

Mit einem letzten Kraftaufwand stürmte Elara in den Raum, riss die Tür hinter sich zu und stieß eine verrostete Metallkiste davor, die gerade noch passte. Die Stille im Raum war erdrückend. Sie presste sich an die Wand, ihr Herz raste, während sie dem Klopfen und Schaben lauschte, das nun von der anderen Seite der Tür kam.

Sie war in einer Falle.

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