[DE] FNAF X: Der Chip als Waffe Ep. 12.1.15
Die Tür gab nach. Mit einem ohrenbetäubenden KRACH wurde die Metallkiste zur Seite geschleudert, und Bonnies zerfetzter Körper stürmte in den Raum. Seine roten Augen glühten vor Zorn, direkt auf Elara gerichtet, die immer noch mit dem jetzt toten Lesegerät in der Hand kauerte. Sie hatte die Wahrheit gefunden. Aber die Wahrheit hatte ihr keine Zeit erkauft. Sie hatte nur eine neue, noch größere Bedrohung enthüllt.
Bonnies massiver Körper füllte den Raum, seine glühenden roten Augen fixierten Elara. Das Geräusch seiner sich schleifenden Gliedmaßen hallte wie ein Todesurteil wider. Elara hatte das Lesegerät noch in der Hand, der Chip steckte darin. Die Worte, die sie gelesen hatte – „Puppet“, „Emotions-Matrix instabil“, „Bonnie“, „Geistige Resonanz erkannt“ – schossen ihr durch den Kopf. Das war nicht nur Information. Das war eine Waffe.
Diese Animatronics waren nicht nur Maschinen. Sie waren… besessen. Und der Chip enthielt Daten über ihre Schwachstellen, ihre internen Fehler. Wenn sie diese Informationen nutzen konnte, könnte sie Bonnie vielleicht abwehren.
Bonnie stürmte auf sie zu. Elara sprang auf die Beine, ihr Knöchel protestierte, aber sie ignorierte ihn. Sie musste einen Weg finden, diesen Chip zu nutzen.
Ihr Blick fiel auf eine Reihe alter, elektronischer Steuerpulte an einer verrosteten Wand. Sie sahen kaputt aus, voller zerbrochener Knöpfe und flackernder Lichter. Aber vielleicht war einer davon noch funktionsfähig genug, um den Chip zu speisen.
„Du… darfst… nicht…“, knurrte Bonnie, seine Stimme verzerrt und voller Wut, als er seinen Arm nach ihr ausstreckte.
Elara wich aus, rollte sich unter Bonnies massivem Arm hindurch. Sie raste auf die Steuerpulte zu. Ihre Finger glitten über die kalten, schmutzigen Oberflächen. Einer der Pulte hatte einen größeren, rechteckigen Schlitz, der dem des Endoskelett-Kopfes ähnelte. Ein Daten-Port.
Sie hörte Bonnies wütendes Brüllen. Er rammte sich gegen ein Regal, dessen Inhalt mit einem lauten KLIRREN zu Boden stürzte.
Elara hatte keine Zeit mehr. Sie presste den Chip, der noch im toten Lesegerät steckte, mit aller Kraft in den Daten-Port des Steuerpults. Ein leises KLACKEN. Für einen Moment geschah nichts.
Dann, mit einem tiefen, grollenden BRUMMEN, erwachte das Steuerpult zum Leben. Winzige Lichter flackerten auf, und ein alter, verpixeltes Display begann zu leuchten. Die Informationen des Chips begannen, über das Display zu wandern, doch sie waren nicht lesbar. Zu schnell.
Aber die Wirkung war da.
Bonnie, der gerade auf Elara zugestürmt war, stoppte abrupt. Sein Körper zuckte, seine roten Augen flackerten wild. Ein lautes ZISCHEN kam aus seinem Inneren, als würde er einen Kurzschluss erleiden. Er stieß ein schmerzhaftes, verzerrtes QUIETSCHEN aus, das Elaras Ohren schmerzen ließ.
Es funktionierte. Der Chip war eine Waffe. Er überlud Bonnies Systeme mit den Daten, die er enthielt, schien seine „geistige Resonanz“ anzugreifen.
Bonnie taumelte, seine Bewegungen wurden unkoordinierter. Er schlug blindlings um sich, traf eine Wand und hinterließ eine tiefe Delle im Metall. Er war abgelenkt. Verwundbar.
Elara hat den Chip erfolgreich als Waffe eingesetzt, um Bonnie zu stören und zu verwirren.
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