[DE] FNAF X: Sound als Waffe gegen Bonnie Ep. 12.1.21

Elara hatte keine Zeit mehr. Das Rumpeln von Bonnie hinter der Tür wurde lauter, das Metall ächzte bedrohlich. Sie presste den winzigen Datenchip fester in ihrer Hand und sah den Endoskelett-Kopf an. Es war ein Risiko, ein enormes Risiko. Aber es war ihre einzige Chance, die Informationen des Chips zu entschlüsseln, die ihr Balloon Boy gegeben hatte.

Mit zitternden Fingern führte Elara den Chip in den kleinen, rechteckigen Schlitz an der Seite des Endoskelett-Kopfes ein. Ein leises KLICKEN war zu hören, als er einrastete. Für einen Moment geschah nichts. Der Kopf blieb starr, seine leeren Augenhöhlen blickten ins Nichts.

Dann, mit einem plötzlichen, elektrischen ZISCHEN, erwachten die Augen des Endoskelett-Kopfes zum Leben. Zwei winzige, rote Punkte leuchteten auf, pulsierend und unheilvoll. Ein leises BRUMMEN begann aus dem Inneren des Kopfes zu kommen, wie ein tiefes, schlafendes Biest, das erwachte.

Elara zuckte zusammen und ließ den Kopf fast fallen. War das eine Falle? Würde dieser Endoskelett-Kopf sie angreifen? Sie spürte, wie die Kälte von ihm ausging, eine Kälte, die nicht von der Umgebung stammte.

Doch der Kopf bewegte sich nicht. Das Brummen verstärkte sich, und ein leises, mechanisches FLÜSTERN begann aus seinem Inneren zu kommen. Es war nicht die Stimme der Marionette oder Bonnies Knurren. Es war eine kalte, synthetische Stimme, fast wie ein alter Computer.

_DATEN… VERARBEITUNG… GELADEN…_

Auf der Stirn des Endoskelett-Kopfes begannen winzige, kaum sichtbare Lichter zu tanzen, die wie ein verschlüsselter Code aussahen. Elara beugte sich näher, ignorierte die aufsteigende Übelkeit. Sie musste sehen, was auf diesem Chip war.

_PROTOKOLL: KINDER… VERLOREN…_ _STANDORT: UNTERGESCHOSS… VERGESSEN…_ _SCHLÜSSEL: SOUND… FREIHEIT…_

„Sound?“, murmelte Elara, ihr Herz hämmerte. Was bedeutete das? Sound als Schlüssel zur Freiheit? Konnte Musik oder Lärm diese Animatronics beeinflussen?

Plötzlich verstummte das Brummen. Die roten Lichter in den Augen des Endoskelett-Kopfes erloschen abrupt. Ein metallisches KNIRSCHEN ertönte, als der Kopf sich leicht bewegte, als hätte er seine letzte Energie für diese kurze Botschaft verbraucht.

In diesem Moment brach Bonnie vollständig durch die Tür. Das Geräusch war ohrenbetäubend, als die Barrikade zusammenbrach und der zerfetzte Animatronic in den Raum stürmte. Seine glühenden roten Augen fixierten Elara, die immer noch den jetzt toten Endoskelett-Kopf mit dem Chip in ihren Händen hielt.

Sie hatte die Informationen. Aber sie hatte keine Zeit. Und Bonnie war da.

Elara hielt den toten Endoskelett-Kopf in ihren Händen, die Worte des Chips hallten in ihrem Kopf wider: „SCHLÜSSEL: SOUND… FREIHEIT…“ Bonnie war in den Raum gestürmt, seine glühenden roten Augen fixierten sie, ein wütendes Knurren entwich ihm. Sie hatte keine Waffe, kein Licht. Aber sie hatte Information. Und vielleicht einen Weg, Lärm zu nutzen.

Ihr Blick huschte durch den chaotischen Lagerraum. Zerbrochene Kisten. Umgestürzte Regale. Metallschrott. Irgendwo musste es etwas geben, das Lärm erzeugen konnte.

Bonnie stürmte auf sie zu. Elara wich panisch aus, warf sich hinter einen Stapel alter, leerer Metallfässer. Das Metall klapperte. Bonnies massive Hand schlug gegen die Fässer, die mit einem lauten KLANG zu Boden fielen.

Elara nutzte den Bruchteil einer Sekunde. Ihr Blick fiel auf eine große, leere Gasflasche, die halb unter einer Palette lag. Schwer. Sie würde einen ohrenbetäubenden Lärm machen, wenn sie auf den Boden fiel.

„Du… darfst… nicht… entkommen…“, knurrte Bonnie, seine Stimme verzerrt und voller Wut, als er sich um die umgestürzten Fässer schob.

Elara stürmte auf die Gasflasche zu. Sie war schwer, aber sie musste es schaffen. Mit letzter Kraft hievte sie die Flasche hoch. Sie spürte Bonnies eisigen Atem auf ihrem Nacken.

Mit einem verzweifelten Schrei ließ Elara die Gasflasche mit voller Wucht auf den Betonboden krachen. Ein ohrenbetäubendes BUMM! hallte durch den Raum, ein donnerndes Geräusch, das die Wände erzittern ließ.

Bonnie stoppte abrupt. Sein Körper zuckte heftig. Die roten Lichter in seinen Augen flackerten wild, wurden grell, dann dunkel, dann wieder grell. Ein hohes, verzerrtes Zischen kam aus seinem Inneren, das Elaras Ohren schmerzen ließ. Der plötzliche, laute Knall hatte ihn schockiert, seine internen Systeme überlastet.

Er stieß ein wütendes, aber verzweifeltes Brüllen aus, das von Schmerz und Verwirrung gezeichnet war. Er schlug blindlings um sich, traf das Regal, das unter seinem Gewicht zusammenbrach und eine Kaskade von Metall und Schrott verursachte. Bonnie war außer Kontrolle.

Elara nutzte die Ablenkung. Während Bonnie sich in seinem lärmbedingten Wutanfall verfing, rannte sie auf den Schacht zu, durch den sie zuvor gekrochen war. Er war immer noch offen. Ihre einzige Chance.

Sie hörte Bonnies wütendes Brüllen und das Klirren des Schrotts, als sie sich in die Dunkelheit des Schachtes zwängte. Sie war entkommen. Fürs Erste.

Elara hat Bonnie erfolgreich mit einem lauten Geräusch abgelenkt und ist in den Schacht geflohen.

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