[DE] FNAF X: Konfrontation in der Schwärze 8.2



Elara spürte einen eisigen Druck auf ihrer Schulter, als eine von Bonnies scharfen Metallkrallen sie ergriff. Sie stieß einen Schmerzensschrei aus, aber sie drängte sich weiter, ein Fuß vor den anderen. Sie musste nur noch ein paar Zentimeter.

Sie spürte einen Luftzug. Ein Ende des Schachtes. Ein Hoffnungsschimmer.

Mit einem letzten Ruck befreite sich Elara aus dem Griff der Marionette und fiel in eine tiefe, kalte Leere. Sie landete unsanft auf einem feuchten Betonboden. Ihr Arm schmerzte, als sie sich abstützte.

Das Flüstern der Marionette hallte noch in ihrem Kopf wider, aber es war weiter weg, gedämpfter. Das Kratzen von Bonnie verstummte.

Elara war in einem weiteren Raum. Größer als der Putzraum, aber genauso dunkel und verlassen. Sie tastete mit ihren Händen um sich. Eine kalte Metallwand. Ein Rohr. Sie war in einem labyrinthartigen Bereich, der wohl zu den innersten Mechaniken des Restaurants gehörte.

Doch in der Ferne, ganz schwach, sah Elara einen roten Lichtschimmer. Ein Notausgang? Oder eine weitere Falle? Die Nacht war noch nicht vorbei, aber sie hatte einen neuen Hoffnungsschimmer. Sie musste nur dem Licht folgen.

Der rote Lichtschimmer in der Ferne war verlockend, ein potenzieller Weg nach draußen. Doch das leise, metallische KRATZEN und KLIRREN im Schacht hinter ihr war viel unmittelbarer. Bonnie. Er hatte sich durch die enge Öffnung gezwängt, oder zumindest versuchte er es. Elara wusste, dass sie nicht einfach dem Licht folgen konnte, während eine unberechenbare, entstellte Maschine ihr im Nacken saß. Ihr Überleben hing davon ab, diese Bedrohung direkt anzugehen.

Mit einem tiefen Atemzug, der nur nach Staub und altem Metall schmeckte, zwang sich Elara, sich in der Dunkelheit umzudrehen. Der Raum war zu groß, um seine Grenzen zu erkennen, aber sie konnte den Luftzug spüren, der vom Schacht kam. Das Geräusch von Bonnies schleifender, verkrüppelter Form war nun erschreckend nah, sein mechanisches Keuchen klang in der Finsternis unheimlich real.

Sie tastete sich rückwärts, ihre Hände an der kühlen, feuchten Betonwand. Ihre einzige Waffe war die Dunkelheit selbst – und vielleicht ein wenig Glück. Sie musste ihn überraschen, oder zumindest einen Moment schaffen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

„Bonnie…“, flüsterte Elara, ihre eigene Stimme bebte. Sie wollte seine Aufmerksamkeit lenken, ihn dazu bringen, sich auf sie zu konzentrieren.

Das Schleifen verstummte abrupt. Stille. Eine absolute, erstickende Stille, die noch bedrohlicher war als jedes Geräusch. Elara spürte, wie ihr Herz gegen ihre Rippen hämmerte. Sie wusste, dass er jetzt ganz nah sein musste. Er lauerte, unsichtbar.

Plötzlich spürte sie eine eisige Kälte. Ein feuchter, fauliger Geruch. Bonnie war direkt vor ihr. Sie konnte ihn nicht sehen, aber sie spürte seine Präsenz, das elektrische Knistern, das von seinem beschädigten Körper ausging. Der Raum schien sich zusammenzuziehen, die Dunkelheit zu vibrieren.

Ein scharfer, metallischer Schmerz durchzuckte ihren Knöchel. Bonnie hatte sie mit seiner verbleibenden Kralle erwischt! Sie schrie auf, ein Schrei, der in der Dunkelheit verloren ging. Sie riss ihr Bein weg, stolperte, aber Bonnie hielt fest. Seine Krallen gruben sich tiefer in ihr Fleisch.

Elara fiel zu Boden, Bonnie zog sie mit sich, seine Schleifgeräusche wurden zu einem wütenden Gerumpel. Sie rollte sich zur Seite, versuchte, sich zu befreien, während das Tier über ihr knurrte. Sie konnte seine fehlende Hand spüren, das blanke Endoskelett an ihrem Bein.

In ihrer Verzweiflung tastete Elara um sich. Ihre Hand stieß gegen etwas Hartes, Kantiges. Ein loser Betonblock. Mit letzter Kraft riss sie ihn hoch und schwang ihn blind in die Dunkelheit, in die Richtung, aus der Bonnie sie zerrte.

Ein lautes KRACH! Metall knirschte, ein schriller, verzerrter Schrei, der nicht menschlich war, hallte durch den Raum. Bonnie ließ ihren Knöchel los. Elara hörte ein schweres KLONK und dann das schleifende Geräusch, das sich diesmal nicht von ihr entfernte, sondern sich in einer kreisenden Bewegung zu winden schien, als wäre Bonnie orientierungslos oder schwer getroffen.

Sie hatte ihn getroffen. Aber hatte sie ihn aufgehalten? Oder nur noch wütender gemacht?

Ihr Knöchel brannte. Sie musste diesen Moment nutzen. Der rote Lichtschimmer in der Ferne schien jetzt ihre einzige Rettung.

Elara hat Bonnie direkt konfrontiert und ihn scheinbar getroffen! Die Frage ist, wie schwer.

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