[DE] Squid Game Schweiz Kapitel 10: Die Lawine der Wahrheit

 

Dr. Anya Sharma lauschte aufmerksam, während Gi-hun und Jun-ho ihre Geschichte erzählten und die komprimierten Videobeweise auf dem Bildschirm des Laptops abspielten. Ihre Mimik verriet nichts, aber ihre Augen, die von den Bildern der maskierten VIPs und des Live-Spiels über den Bildschirm huschten, zeigten eine Mischung aus Entsetzen und kopfschüttelnder Fassungslosigkeit.

Als das Video endete, herrschte eine bedrückende Stille. Draußen heulte der Wind, aber in der kleinen Hütte war nur das leise Summen des Laptops zu hören.

"Ich habe schon viele Schrecken in meiner Arbeit gesehen", sagte Dr. Sharma schließlich, ihre Stimme war ruhig, aber durchdrungen von Abscheu. "Menschenhandel, Sklaverei, Korruption auf höchster Ebene. Aber das hier... das ist ein neues Ausmaß an Perversion." Sie blickte Gi-hun direkt an. "Sie behaupten also, die Opfer wären Freiwillige? Menschen, die sich aus Verzweiflung selbst zur Verfügung stellen?"

"Sie haben keine Wahl, Doktor", erwiderte Gi-hun mit fester Stimme. "Sie werden in eine Ecke gedrängt, bis der Tod die einzige Freiheit ist, die sie sich vorstellen können. Und die Reichen... sie machen sich ein Spiel daraus."

Jun-ho ergänzte: "Wir haben Hinweise, dass diese Spiele weltweit stattfinden. Die VIPs sind ein globales Netzwerk, das sich über alle Kontinente erstreckt. Sie haben Verbindungen in Regierungen, Finanzinstitutionen und Konzernen. Das ist keine kleine Gruppe von Exzentrikern, das ist eine Schattenwirtschaft des menschlichen Leids."

Dr. Sharma lehnte sich zurück und rieb sich die Schläfen. "Das ist eine Bombe. Eine absolute Atombombe. Wenn wir das veröffentlichen, wird es eine globale Krise auslösen. Aber wir können nicht einfach so vorgehen. Diese Leute werden versuchen, Sie beide zu diskreditieren, zu eliminieren. Sie werden behaupten, es sei eine Fälschung, eine Verschwörungstheorie."

"Deshalb brauchen wir Ihre Hilfe, Dr. Sharma", sagte Gi-hun. "Sie haben die Ressourcen, die Kontakte und die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen hinter sich. Sie können eine unabhängige Untersuchung einleiten, die unwiderlegbare Beweise sammelt und die Öffentlichkeit weltweit mobilisiert."

Dr. Sharma dachte nach. Die Risiken waren immens, aber die moralische Verpflichtung war noch größer. Millionen von Menschenleben könnten auf dem Spiel stehen.

"Gut", sagte sie schließlich, ihre Augen trafen die ihren mit neuer Entschlossenheit. "Ich werde das Dossier und die Beweise an die höchste Ebene der UN-Generalversammlung und den Sicherheitsrat weiterleiten. Ich werde eine sofortige, vertrauliche Untersuchung fordern, die sich auf die Aufklärung dieser 'Spiele' konzentriert."

Sie sah sie beide ernst an. "Aber ich muss Sie warnen. Dies wird kein einfacher Kampf. Es wird Krieg sein. Diese Leute werden zurückschlagen, und sie werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um Sie zum Schweigen zu bringen. Ihre Sicherheit wird meine höchste Priorität haben, aber wir müssen äußerst vorsichtig sein."

"Wir haben nichts mehr zu verlieren", sagte Gi-hun. "Und wir sind bereit, alles zu riskieren, um das zu beenden."

"Sehr gut", erwiderte Dr. Sharma. "Das ist der erste Schritt. Die Lawine der Wahrheit ist ins Rollen gebracht worden. Halten Sie sich bereit. Die Welt wird bald von etwas erfahren, das sie sich nie hätte vorstellen können."

Das Gespräch endete. Gi-hun und Jun-ho blickten sich an, die Anspannung wich einer stillen Hoffnung. Sie hatten einen mächtigen Verbündeten gefunden. Der Kampf war noch lange nicht gewonnen, aber sie waren nicht länger allein.

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