[DE] Squid Game Schweiz Kapitel 2: Eine unerwartete Verbindung


Gi-hun hielt das Satellitentelefon in der Hand, sein Daumen schwebte über den Tasten. Die Nummer, die er eingeben wollte, gehörte dem Ermittler Hwang Jun-ho. Der Polizist, der sich in die Spiele eingeschleust hatte, um seinen verschwundenen Bruder zu finden, und der dann selbst zum Gejagten wurde. Gi-hun hatte ihn nie persönlich getroffen, aber er wusste, dass Jun-ho die Wahrheit kannte – vielleicht sogar mehr als Gi-hun selbst.

Die Finger zitterten, als er die Ziffern wählte. Ein Freizeichen. Zwei. Drei. Gi-hun hielt den Atem an. Würde er überhaupt abnehmen? War er noch am Leben? Die letzte Erinnerung an Jun-ho war sein Sturz von der Klippe, scheinbar erschossen vom Frontmann – seinem eigenen Bruder. Aber Gi-hun hatte immer eine leise Hoffnung gehabt, dass Jun-ho überlebt haben könnte. Ein Mann wie er gab nicht so leicht auf.

"Hallo?"

Die Stimme war rau, leise, aber unverkennbar. Gi-hun erstarrte. Es war Jun-ho. Er lebte!

"Jun-ho? Bist du das? Hier ist Gi-hun. Seong Gi-hun. Vom Spiel."

Eine lange Pause am anderen Ende. Gi-hun konnte das leise Rauschen der Leitung hören, vielleicht Wind. Oder war es die Stille eines Mannes, der nicht wusste, ob er einem Geist sprach?

"Gi-hun", kam es schließlich, die Stimme immer noch vorsichtig. "Ich... ich dachte, du wärst tot. Oder in ihrem Griff."

"Ich bin hier. In der Schweiz", sagte Gi-hun schnell, bevor Jun-ho auflegen konnte. "Ich bin nicht in ihrem Griff. Ich bin... ich bin raus. Aber ich kann das nicht mehr ertragen, Jun-ho. Ich muss sie stoppen. Die Spiele. Sie müssen aufhören."

Wieder Stille. Gi-hun konnte sich vorstellen, wie Jun-ho am anderen Ende der Leitung die Informationen verarbeitete. "Die Schweiz?", fragte Jun-ho schließlich. "Das ist... unerwartet. Ich dachte, du wärst in Seoul. Ich bin auch nicht weit weg. Ich bin in Frankreich, in der Nähe der Grenze."

Ein Funken Hoffnung flammte in Gi-huns Brust auf. "Frankreich? Kannst du... kannst du herkommen? Oder ich zu dir? Wir müssen reden, Jun-ho. Ich habe eine Idee. Ich weiß nicht, wie, aber wir müssen sie entlarven."

"Ich bin ein Gejagter, Gi-hun. Sie wissen, dass ich lebe. Sie suchen mich. Aber... ich habe auch nach Wegen gesucht. Ich habe Informationen gesammelt. Ich habe Dinge herausgefunden, die du nicht weißt. Über die VIPs. Über die wahren Strippenzieher." Jun-hos Stimme wurde fester, eine Entschlossenheit, die Gi-hun nur zu gut kannte. "Gib mir deine Koordinaten. Ich komme. Aber es muss diskret sein. Sehr diskret."

Gi-hun gab ihm die Adresse des Hotels und die Suite-Nummer, das Gefühl, als würde er einen Pakt mit dem Teufel schließen – oder mit einem Engel, der ebenfalls durch die Hölle gegangen war. Die Verbindung brach ab.

Gi-hun legte das Telefon langsam auf den Tisch. Er hatte einen Verbündeten gefunden. Einen, der die gleichen Dämonen bekämpfte. Die erste Hürde war genommen. Nun begann der wahre Kampf.


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