[DE] Squid Game Schweiz Kapitel 8: Die Flucht und der Plan

 



Gi-hun und Jun-ho krochen durch den Lüftungsschacht, das Echo der alarmierten Sicherheitsleute hinter sich. Die Kälte des Schneesturms drang durch die Lüftungsschlitze, aber sie war nichts im Vergleich zu der eisigen Entschlossenheit, die sie antrieb. Sie erreichten den Ausgang, der sie in die eisige Nacht entließ.

"Schnell! Zum Fahrzeug!", befahl Jun-ho, während der Wind ihnen den Schnee ins Gesicht peitschte.

Sie rannten durch den tiefen Schnee, ihre Stiefel sanken bei jedem Schritt ein. Die Lichter des Anwesens waren hinter ihnen, und die Schreie der Wachen wurden vom Wind davongetragen. Sie erreichten den SUV, sprangen hinein und Jun-ho startete den Motor. Die Reifen gruben sich in den Schnee, und das Fahrzeug schoss davon, die Spuren im frischen Weiß schnell vom Sturm verwischt.

Im sicheren Abstand einer kleinen, abgelegenen Hütte, die Jun-ho als Notfallversteck vorbereitet hatte, atmeten sie auf. Die Aufregung wich einer tiefen Erschöpfung.

"Wir haben es", sagte Gi-hun, seine Stimme rau. Er hielt die Kamera und das Aufnahmegerät fest. "Wir haben die Beweise."

Jun-ho nickte, seine Augen glänzten vor Müdigkeit und Triumph. "Min-ji hat es geschafft. Sie hat die Daten gesichert und uns einen sicheren Kanal für die Übertragung eingerichtet. Wir haben alles: die Gesichter der VIPs, ihre Stimmen, das Live-Spiel. Es ist unbestreitbar."

Sie verbrachten die nächsten Stunden damit, die Aufnahmen zu sichten. Die Bilder der maskierten VIPs, die sich an dem Leid der Spieler ergötzten, waren noch entsetzlicher, wenn man sie in Ruhe betrachtete. Die Geräusche ihres Lachens, ihre zynischen Kommentare – es war ein Beweis für ihre absolute moralische Verkommenheit.

"Das ist nicht genug, um sie einfach nur zu veröffentlichen", sagte Gi-hun nach einer Weile. "Sie haben zu viel Macht. Sie würden es vertuschen, die Medien kaufen, uns als Verrückte abstempeln."

"Du hast Recht", erwiderte Jun-ho. "Wir brauchen eine Strategie, um sicherzustellen, dass es gehört wird. Wir brauchen einen Multiplikator. Jemanden, der die Glaubwürdigkeit hat, diese Bombe platzen zu lassen, und die Reichweite, um sie weltweit zu verbreiten."

Gi-hun dachte nach. Er hatte eine Idee. Eine gewagte, aber vielleicht die einzige, die funktionieren konnte.

"Ich weiß, wen wir kontaktieren müssen", sagte Gi-hun. "Nicht die Nachrichtenagenturen direkt. Sondern eine Organisation, die sich dem Schutz der Menschenrechte verschrieben hat. Eine, die nicht korrumpierbar ist und die die Ressourcen hat, eine solche Untersuchung durchzuführen und die Weltöffentlichkeit zu mobilisieren. Eine, die keine Angst vor mächtigen Leuten hat."

Jun-ho sah ihn fragend an. "Wen genau hast du im Sinn?"

"Die Vereinten Nationen", antwortete Gi-hun. "Oder eine ihrer Unterorganisationen, die sich mit Kriminalität und Menschenhandel befasst. Wir müssen es auf die höchstmögliche Ebene bringen. Und wir müssen es so präsentieren, dass sie keine andere Wahl haben, als zu handeln."

Es war ein gewaltiger Schritt, ein Sprung ins Ungewisse. Aber sie hatten keine andere Wahl. Die Spiele mussten enden. Und sie waren die Einzigen, die das tun konnten.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[DE] FNAF GROK_AI: Kapitel 1: Der Junge im Animatronic-Labyrinth

[EN] FNAF X: Confrontation at the Red Glow Ep 10.1

[DE] FNAF GROK_AI: Kapitel 4: Schatten in den Lüftungsschächten